Geschichte

Die Geschichte Gambias ist umfangreich und durch die Lage des Landes stark von der des Senegals geprägt. Die folgenden Zeilen geben einen kurzen Überblick über die verschiedenen Abschnitte, die das Land geprägt haben.

Vorzeit

Neuesten Ausgrabungen zufolge sind die Gebiete um den Fluss Gambia bereits seit dem 2. Jahrtausend v. Chr. besiedelt. Erste schriftliche Aufzeichnungen über Ansiedlungen stammen aus dem Jahr 470 v. Chr. vom Karthager Hanno dem Seefahrer.

Um 750 n. Chr. wurden die Steinkreise von Wassu errichtet, von denen vermutet wird, dass sie als Grabsteinanlage genutzt wurden. Diese Megalithenformation ist bis heute ein bei Urlaubern beliebtes Ausflugsziel und bietet einen spannenden Einblick in die Geschichte des Landes.

Alte Reiche

Vor der Entdeckung durch die Portugiesen beeinflussten drei Reiche die Region des heutigen Gambias. Den Auftakt machte das Ghana-Reich, das seinen Höhepunkt im 9. Und 10. Jahrhundert erlebte. Darauf folgte das Mali-Reich, das zu Beginn des 13. Jahrhundert die Macht ergriff und binnen kurzer Zeit fast ganz Westafrika umfasste. Zuletzt herrschte das Songhai-Reich, das vom frühen 15. bis hin zum späten 16. Jahrhundert bestand.

Koloniale Zeit

Nach der Entdeckung durch Portugal fand im Jahr 1456 der erste Handel mit Europa statt, was auch die anderen Großmächte anlockte und im Streit um die Handelsvollmacht zwischen Frankreich und England gipfelte. 1765 wurden Senegal und Gambia schließlich zu britischen Kolonie Senegambia. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde Senegal von Frankreich übernommen, Gambia blieb in britischer Hand.

Unabhängigkeit

Seit 1965 ist  Gambia ein unabhängiger Staat und wurde im Jahr 1970 durch eine neue Verfassung zur präsidentialen Republik. Aufgrund einer allgemeinen Unzufriedenheit unter dem Regierungschef Sir D. K. Jawara gab es in den 80er Jahren  mehrere Putschversuche. Der Putsch unter Yahya Jammeh im Jahr 1994 stürzte den bisherigen Präsidenten. 1996 wurde in einem Referendum eine neue Verfassung festgelegt und Präsident Yahya Jammeh offiziell gewählt.