Roots Stätten

Die Roots Stätten sind bei Touristen in Gambia eine beliebtes Ausflugsziel. Grund dafür ist Alex Haley’s Roman Roots aus den 1970er Jahren.

Kunta Kinteh Island Gambia (c)GTB, Harald Mielke„Roots“ zeichnet ein dramatisches Bild vom Sklavenhandel der damaligen Zeit und den Lebensbedingungen, denen die Sklaven ausgesetzt waren. Es sind die Jahre, in denen sich die Geschichte von Haley’s gambischem Vorfahren Kunta Kinte über fünf Generationen und zwei Kontinente hinweg abspielte. Die mitreißende Familienchronik wurde ein internationaler Bestseller und wurde noch in den 1970er Jahren verfilmt.

Spurensuche in Albreda und Juffureh

Heute strömen Besucher aus der ganzen Welt nach Juffureh, dem Heimatdorf Kunta Kintes, einerseits auf der Suche nach den eigenen Wurzeln, andererseits aus geschichtlichem Interesse. Das Dorf liegt ca. 32 km flussaufwärts von Banjul, am Nordufer des Gambia River. GVon Banjul aus reisen die meisten Touristen mit dem Boot an. Nach der Landung an der ehemaligen Handelsniederlassung Albreda legen Besucher noch einen 15-minütigen Fußmarsch zurück, bevor sie im Dorf Juffureh ankommen. Im Museum der Sklaverei haben sie die Möglichkeit, sich umfassend über das Thema zu informieren, bevor sie von der Dorfältesten empfangen und durch das Dorf geführt werden.

Kunta Kinteh Island

Abschließend steht meist ein Besuch der Insel Kunta Kinteh Island (auch James Island genannt) auf dem Programm. Die Insel bietet einen umfassenden Einblick in die ehemaligen Befestigungsanlagen, von wo aus die Sklaven flussabwärts geschafft und anschließend in die USA verschleppt wurden.

Tipp:
Gambia Kultur (c)Gambia Tourism Board
Von 6. – 13. Mai 2016 bietet das Internationale Roots Homecoming Festival Besuchern des kleinen Landes wieder die besondere Gelegenheit, mehr über die Vergangenheit Gambias zu lernen und in die afrikanische Kultur einzutauchen. Das Festival führt afrikanischstämmige Mitmenschen aus aller Welt auf der Suche nach ihren Wurzeln auf eine emotionale und spirituelle Reise nach Gambia. Kulturelle Veranstaltungen verschiedener ethnischer Gruppen, traditionelle Maskentänze, Trommelkonzerte und Bootsrennen sowie Exkursionen zu historischen Stätten des Landes und die jährlichen Pilgerfahrt zu den Ausgangspunkten des Sklavenhandels stehen auf dem Programm.
Eine Übersicht aller Veranstaltungen finden Sie hier.