Gambia River

Der Gambia River entspringt im Hochland von Guinea und schlängelt sich auf rund 600 km westwärts durch Guinea, bevor er Gambia erreicht. Er ist die Lebensader Gambias und durchfließt das Land auf gut 500 km, um dann in den Atlantik zu münden. Die Ufer sind flussabwärts von Mangrovensümpfen gesäumt. Im Fluss finden sich immer wieder kleine Inseln, die so klangvolle Namen wie Elephant Island, Baboon Island oder Dog Island tragen. Sie sind über die Jahre aus angeschwemmtem Schlick entstanden und bieten zahlreichen Tieren eine geschützte Heimat inmitten des Flusses.

Nationalparks

Boottour auf dem Gambia River

Auf seiner Reise in Richtung Atlantik wird der Gambia River durch zahlreiche Zuflüsse, die Bolongs, gespeist. So wird der Fluss immer breiter und weitet sich 150 km vor der Mündung in den Atlantik zu einem riesigen Trichter, der einer Meeresbucht ähnelt. Hier treffen Sie auf eine Vielzahl von Meeresbewohnern wie Hummer, Barrakudas, Garnelen und Tintenfische. Sogar Delfine werden hier gelegentlich gesichtet.

Der Gambia River besitzt mit einer Breite von 20 km die breiteste Flussmündung in ganz Afrika. Die aufgeschwemmte Halbinsel Banjul, auf der die gleichnamige Hauptstadt liegt, verengt die Flussmündung zwar um einige Kilometer – dennoch ist der Gambia River einer der mächtigsten Flüsse Afrikas.

Die Linienschifffahrt auf dem Gambia River wurde 1984 eingestellt. An ihrer Stelle bieten heute mehrere private Anbieter Bootstouren auf dem Fluss an. Dazu gehören Tagesausflüge durch die Mangrovensümpfe, Fahrten zur ehemaligen Sklaveninsel Kunta Kinteh Island sowie mehrtägige Flusskreuzfahrten.

Nationalparks: Bootstour Gambia River (c)GTB